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Groß- und Kleinschreibung
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Martin Gerdes
2018-04-10 21:15:59 UTC
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Groß- und Kleinschreibung sind bekanntlich überflüssig, da aus dem
Kontext stets klar ist, worum es geht.

Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Michael Pachta
2018-04-11 06:24:32 UTC
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Post by Martin Gerdes
Groß- und Kleinschreibung sind bekanntlich überflüssig, da aus dem
Kontext stets klar ist, worum es geht.
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Die Antwort des Mannes ist unlogisch. Die Frau sagte "Hör mal", nicht
"Riech mal".
Sergio Gatti
2018-04-11 07:50:12 UTC
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Post by Michael Pachta
Post by Martin Gerdes
Groß- und Kleinschreibung sind bekanntlich überflüssig, da aus dem
Kontext stets klar ist, worum es geht.
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Die Antwort des Mannes ist unlogisch. Die Frau sagte "Hör mal", nicht
"Riech mal".
Wenn es um die Geräusche der Leute mit dem Grill ginge,
würde man eine Pause hören. Man kann diese Pause mit einem
Komma schriftlich ausdrücken.
"Hör mal, die grillen!"

Los, Martin, du findest bestimmt bessere Beispiele.
Christian Weisgerber
2018-04-11 14:34:55 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Martin Gerdes
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Wenn es um die Geräusche der Leute mit dem Grill ginge,
würde man eine Pause hören. Man kann diese Pause mit einem
Komma schriftlich ausdrücken.
"Hör mal, die grillen!"
Man kann? Ich halte das Komma hier für zwingend.
Oder geht „hör mal“ als „formelhafter Nebensatz“ (§ 76) durch?
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Sergio Gatti
2018-04-11 16:29:01 UTC
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Post by Christian Weisgerber
Post by Sergio Gatti
Post by Martin Gerdes
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Wenn es um die Geräusche der Leute mit dem Grill ginge,
würde man eine Pause hören. Man kann diese Pause mit einem
Komma schriftlich ausdrücken.
"Hör mal, die grillen!"
Man kann? Ich halte das Komma hier für zwingend.
Dein wahrscheinlich berechtigter Einwand ist ein weiterer
Beweis, dass dieser Satz für Martins Zwecke nicht taugt.

Ich warte gespannt auf bessere Beispiele.
Bertel Lund Hansen
2018-04-11 09:05:22 UTC
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Post by Martin Gerdes
Groß- und Kleinschreibung sind bekanntlich überflüssig, da aus dem
Kontext stets klar ist, worum es geht.
Du glaubst nicht an die Erfarungen von vielleicht 2 milliarden
Menschen, die stets ohne Grossschreibung schön leben?

Die Untauglichkeit deines Beispiels ist schon kommentiert worden.
--
/Bertel - aus Dänemark
Bertel Lund Hansen
2018-04-11 09:08:15 UTC
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Post by Martin Gerdes
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Ich vergass:
Wie spricht die Fraus das grosse G aus?
--
/Bertel - aus Dänemark
Bernd Schwegmann
2018-04-11 09:33:17 UTC
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Post by Martin Gerdes
Groß- und Kleinschreibung sind bekanntlich überflüssig, da aus dem
Kontext stets klar ist, worum es geht.
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Mann: Das sind Reißverschlüsse!
Besser?


BS+
Manfred Russ
2018-04-13 01:18:44 UTC
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Post by Martin Gerdes
Groß- und Kleinschreibung sind bekanntlich überflüssig, da aus dem
Kontext stets klar ist, worum es geht.
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Der Schönheizfehler an der Sache:
Sprache ist zuallererst mündlich; bei der Verschriftlichung werden dann
gerne Aspekte der Bedeutung(strennung) und Etymologie berücksichtigt.
Die sich dann u.U. auch in geänderter Lautung wi(e)derspiegeln.

Fazit: man muß also sowieso immer kontextsensitiv hören.



Manfred
--
X-Face:
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Martin Gerdes
2018-04-20 14:01:03 UTC
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Post by Manfred Russ
Post by Martin Gerdes
Groß- und Kleinschreibung sind bekanntlich überflüssig, da aus dem
Kontext stets klar ist, worum es geht.
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Sprache ist zuallererst mündlich; bei der Verschriftlichung werden dann
gerne Aspekte der Bedeutung(strennung) und Etymologie berücksichtigt.
Die sich dann u.U. auch in geänderter Lautung wi(e)derspiegeln.
Fazit: man muß also sowieso immer kontextsensitiv hören.
Ich will gern zugeben, daß der Sinn bei Fehlern bei der
Klein-Großschreibung selten unklar ist, aber ab und zu kommt es doch
vor.

Die üblichen Beispielsätze halte ich für konstruiert ("der gefangene
floh", "wir haben liebe genossen", "sie ist gut zu vögeln"), den obigen
halte ich für deutlich praxisnäher. Die üblichen Beispiele kann ich mir
nicht in der Sprachpraxis vorstellen, mein Fundstück schon.
Bertel Lund Hansen
2018-04-20 15:20:21 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Martin Gerdes
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Die üblichen Beispielsätze halte ich für konstruiert ("der gefangene
floh", "wir haben liebe genossen", "sie ist gut zu vögeln"), den obigen
halte ich für deutlich praxisnäher. Die üblichen Beispiele kann ich mir
nicht in der Sprachpraxis vorstellen, mein Fundstück schon.
Du hast ein gesprochens Beispiel gegeben. Dabei helft keine
Schreibungsweise.
--
/Bertel - aus Dänemark
Detlef Meißner
2018-04-20 15:33:29 UTC
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Post by Bertel Lund Hansen
Post by Martin Gerdes
Post by Martin Gerdes
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Die üblichen Beispielsätze halte ich für konstruiert ("der gefangene
floh", "wir haben liebe genossen", "sie ist gut zu vögeln"), den obigen
halte ich für deutlich praxisnäher. Die üblichen Beispiele kann ich mir
nicht in der Sprachpraxis vorstellen, mein Fundstück schon.
Du hast ein gesprochens Beispiel gegeben. Dabei helft keine
Schreibungsweise.
Wenn's gesprochen ist, ist es zweideutig, bei der entsprechenden
Scheibweise aber eindeutig.

Geh nie tief ins Wasser!
Ist es da tief?
(Ist ein Sprachspiel)

Detlef
Manfred Hoß
2018-04-20 15:49:26 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Martin Gerdes
Post by Martin Gerdes
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Die üblichen Beispielsätze halte ich für konstruiert ("der gefangene
floh", "wir haben liebe genossen", "sie ist gut zu vögeln"), den obigen
halte ich für deutlich praxisnäher. Die üblichen Beispiele kann ich mir
nicht in der Sprachpraxis vorstellen, mein Fundstück schon.
Du hast ein gesprochens Beispiel gegeben. Dabei helft keine
Schreibungsweise.
Wenn's gesprochen ist, ist es zweideutig, bei der entsprechenden
Scheibweise aber eindeutig.
Martin möchte zeigen, dass bei Kleinschreibung der Substantive der Sinn
eines Satzes nicht mehr eindeutig ist. Nur ist aus meiner Sicht das
Beispiel dafür nicht geeignet, denn ich glaube nicht, dass jemand auf die
Aufforderung "Hör mal" irgendetwas riechen will. Der Angesprochene wird
sagen "Ich höre nichts.", unabhängig davon, ob von "grillen" oder "Grillen"
die Rede ist.
Post by Detlef Meißner
Geh nie tief ins Wasser!
Ist es da tief?
(Ist ein Sprachspiel)
Für Bertel als Erklärung: Es geht darum, einen Satz zu bilden, in dem die
Wörter "Genitiv" und "Dativ" vorkommen sollen. Der Satz lautet dann zum
Beispiel "Geh nie tief ins Wasser, weil es da tief ist."

Gruß
Manfred.
Detlef Meißner
2018-04-20 16:40:13 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Detlef Meißner
Post by Bertel Lund Hansen
Post by Martin Gerdes
Post by Martin Gerdes
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Die üblichen Beispielsätze halte ich für konstruiert ("der gefangene
floh", "wir haben liebe genossen", "sie ist gut zu vögeln"), den obigen
halte ich für deutlich praxisnäher. Die üblichen Beispiele kann ich mir
nicht in der Sprachpraxis vorstellen, mein Fundstück schon.
Du hast ein gesprochens Beispiel gegeben. Dabei helft keine
Schreibungsweise.
Wenn's gesprochen ist, ist es zweideutig, bei der entsprechenden
Scheibweise aber eindeutig.
Martin möchte zeigen, dass bei Kleinschreibung der Substantive der Sinn
eines Satzes nicht mehr eindeutig ist.
Klar, habe ich verstanden. Thema ist ja nicht neu.
Post by Manfred Hoß
Nur ist aus meiner Sicht das
Beispiel dafür nicht geeignet, denn ich glaube nicht, dass jemand auf die
Aufforderung "Hör mal" irgendetwas riechen will. Der Angesprochene wird
sagen "Ich höre nichts.", unabhängig davon, ob von "grillen" oder "Grillen"
die Rede ist.
"Hör mal, die grillen!" Da denke ich sofort an die laute Nachbarschaft.

Detlef
Martin Gerdes
2018-04-21 08:52:11 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Martin Gerdes
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Martin möchte zeigen, dass bei Kleinschreibung der Substantive der Sinn
eines Satzes nicht mehr eindeutig ist. Nur ist aus meiner Sicht das
Beispiel dafür nicht geeignet, denn ich glaube nicht, dass jemand auf die
Aufforderung "Hör mal" irgendetwas riechen will.
Just darin liegt ja die Zweideutigkeit. Der Spruch "Hör mal" muß sich
nicht notwendigerweise darauf beziehen, daß der so Angesprochene auf
externe Laute hören soll, er kann auch bedeuten, daß er demjenigen
zuhören soll, der ihn anspricht:

"Hör mal (hömma!), das geht so aber nicht!"

Wie sollte man denn auch hören können, daß etwas so nicht geht?
Manfred Hoß
2018-04-21 09:36:27 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Manfred Hoß
Post by Martin Gerdes
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
Martin möchte zeigen, dass bei Kleinschreibung der Substantive der Sinn
eines Satzes nicht mehr eindeutig ist. Nur ist aus meiner Sicht das
Beispiel dafür nicht geeignet, denn ich glaube nicht, dass jemand auf die
Aufforderung "Hör mal" irgendetwas riechen will.
Just darin liegt ja die Zweideutigkeit. Der Spruch "Hör mal" muß sich
nicht notwendigerweise darauf beziehen, daß der so Angesprochene auf
externe Laute hören soll, er kann auch bedeuten, daß er demjenigen
"Hör mal (hömma!), das geht so aber nicht!"
Wie sollte man denn auch hören können, daß etwas so nicht geht?
"Hör mal" heißt hier so viel wie "Pass mal auf". Bei "Hör mal die Grillen."
würde aber wohl jeder Deutschsprechende "hör mal" so verstehen, dass es
etwas zu hören gibt, also mit "Ich hör nichts." antworten, nicht mit "Ich
riech nichts."

Gruß
Manfred.
Martin Gerdes
2018-04-21 20:25:43 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Martin Gerdes
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
"Hör mal" heißt hier so viel wie "Pass mal auf".
Stimmt.
Post by Manfred Hoß
Bei "Hör mal die Grillen." würde aber wohl jeder Deutschsprechende
"hör mal" so verstehen, dass es etwas zu hören gibt,
Just das ist die entscheidende Frage.

Bist Du Dir wirklich sicher, daß Du die beiden Fragen

"Hör mal! Die grillen." und
"Hör mal die Grillen."

sauber lautlich auseinanderbekämest? Ich bin mir das nicht.
Manfred Hoß
2018-04-21 21:37:08 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Manfred Hoß
Post by Martin Gerdes
Frau: "Hör mal die Grillen!"
Mann: "Ich riech nix."
"Hör mal" heißt hier so viel wie "Pass mal auf".
Stimmt.
Post by Manfred Hoß
Bei "Hör mal die Grillen." würde aber wohl jeder Deutschsprechende
"hör mal" so verstehen, dass es etwas zu hören gibt,
Just das ist die entscheidende Frage.
Bist Du Dir wirklich sicher, daß Du die beiden Fragen
"Hör mal! Die grillen." und
"Hör mal die Grillen."
sauber lautlich auseinanderbekämest? Ich bin mir das nicht.
Ich vermute, ich bekomme es nicht sauber lautlich auseinander. Ich bin mir
jedoch sicher, dass derjenige, dem ich das sage, mich in der konkreten
Situation richtig versteht. Doch selbst wenn derjenige das nicht kann, so
ist die Antwort nach wie vor "Ich höre nichts."

Gruß
Manfred.

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