Discussion:
Verkürzte Jahreszahl, wen interessiert schon die Null mittendrin..
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U***@web.de
2017-08-21 14:04:47 UTC
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Moin,

nach 'neunzehnsonstwieviel' und 'zwanzigzwölf' hört
man jetzt vermehrt "zweisiebzehn"
zur Bezeichnung des laufenden Jahres.

Kann dieser Unsitte noch wirksam Einhalt geboten werden?

Gruß, ULF
Stefan Schmitz
2017-08-21 18:26:06 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
nach 'neunzehnsonstwieviel' und 'zwanzigzwölf' hört
man jetzt vermehrt "zweisiebzehn"
zur Bezeichnung des laufenden Jahres.
Kann dieser Unsitte noch wirksam Einhalt geboten werden?
Wenn die Zahl der Menschen, die schon im letzten Jahrhundert gelebt haben,
genügend klein ist, wird man wohl wie damals nur noch die letzten beiden
Ziffern sprechen.
U***@web.de
2017-08-22 06:41:01 UTC
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Moin
Post by Stefan Schmitz
Wenn die Zahl der Menschen, die schon im letzten Jahrhundert gelebt haben,
genügend klein ist, wird man wohl wie damals nur noch die letzten beiden
Ziffern sprechen.
Da erstaunt mich, daß mittlerweile bei so ziemlich
allen Dekaden 'des letzten Jahrhunderts' eben
der Zusatz auch beigefügt wird, obwohl
kontextuell meist entbehrlich.

Gruß, ULF
Klaus Dahlwitz
2017-08-22 09:47:12 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by U***@web.de
Moin,
nach 'neunzehnsonstwieviel' und 'zwanzigzwölf' hört
man jetzt vermehrt "zweisiebzehn"
zur Bezeichnung des laufenden Jahres.
Kann dieser Unsitte noch wirksam Einhalt geboten werden?
Wenn die Zahl der Menschen, die schon im letzten Jahrhundert gelebt haben,
genügend klein ist, wird man wohl wie damals nur noch die letzten beiden
Ziffern sprechen.
Ich, Baujahr 54, spreche und schreibe im allgemeinen nur die letzten
beiden Ziffern; nur bei zu erwartenden Mißverständnissen ergänze ich das
Jahrhundert.

Kl-"meine Großeltern haben 14/18 miterlebt"-aus
--
Am 9.9. rollen hier die Steine
Detlef Meißner
2017-08-22 09:50:29 UTC
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Post by Klaus Dahlwitz
Post by Stefan Schmitz
Wenn die Zahl der Menschen, die schon im letzten Jahrhundert gelebt haben,
genügend klein ist, wird man wohl wie damals nur noch die letzten beiden
Ziffern sprechen.
Ich, Baujahr 54, spreche und schreibe im allgemeinen nur die letzten
beiden Ziffern; nur bei zu erwartenden Mißverständnissen ergänze ich das
Jahrhundert.
Kl-"meine Großeltern haben 14/18 miterlebt"-aus
18 noch nicht. ;-)

Detlef,
70/71 erlebt habend
Klaus Dahlwitz
2017-08-22 10:27:36 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Stefan Schmitz
Wenn die Zahl der Menschen, die schon im letzten Jahrhundert gelebt haben,
genügend klein ist, wird man wohl wie damals nur noch die letzten beiden
Ziffern sprechen.
Ich, Baujahr 54, spreche und schreibe im allgemeinen nur die letzten
beiden Ziffern; nur bei zu erwartenden Mißverständnissen ergänze ich das
Jahrhundert.
Kl-"meine Großeltern haben 14/18 miterlebt"-aus
18 noch nicht. ;-)
Doch - meine Großmütter *waren* Jahrgang 03.
Post by Detlef Meißner
Detlef,
70/71 erlebt habend
Das dürfte für die überwiegende Mehrheit der hiesigen Poster zutreffen.

Klaus
--
Am 9.9. rollen hier die Steine
Hartmut Ott
2017-08-22 13:25:03 UTC
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Hej,
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Detlef Meißner
Post by Klaus Dahlwitz
Kl-"meine Großeltern haben 14/18 miterlebt"-aus
18 noch nicht. ;-)
Doch - meine Großmütter *waren* Jahrgang 03.
Post by Detlef Meißner
Detlef,
70/71 erlebt habend
Das dürfte für die überwiegende Mehrheit der hiesigen Poster zutreffen.
Was 1970/71 angeht ja - ich verbinde mit 70/71 aber 1870/71 so wie ich
14/18 mit 1914/18 verbinde.


mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend
Peter Blancke
2017-08-22 14:10:42 UTC
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ich verbinde mit 70/71 aber 1870/71 so wie ich 14/18 mit 1914/18
verbinde.
Und "fuenf'n'pfirsich" immer mit: "Isz Deinen Teller auf und
noergele nicht am Essen herum!"

Grusz,

Peter Blancke
--
Hoc est enim verbum meum!
Quinn C
2017-08-23 14:58:19 UTC
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Post by Peter Blancke
ich verbinde mit 70/71 aber 1870/71 so wie ich 14/18 mit 1914/18
verbinde.
Und "fuenf'n'pfirsich" immer mit: "Isz Deinen Teller auf und
noergele nicht am Essen herum!"
Das Porzellan kracht aber so laut beim Kauen!
--
dasz jederman sehe, wie falsch unsere gugelmönche zu ihres ordens
verteidigung der ersten kirchenexempel anziehen Calvin
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Markus Ermert
2017-08-23 04:35:47 UTC
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Post by Klaus Dahlwitz
Post by Detlef Meißner
Post by Klaus Dahlwitz
Kl-"meine Großeltern haben 14/18 miterlebt"-aus
18 noch nicht. ;-)
Doch - meine Großmütter *waren* Jahrgang 03.
Mit 14 schon Omas? Wow.
Klaus Dahlwitz
2017-08-23 09:18:15 UTC
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Raw Message
Post by Markus Ermert
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Detlef Meißner
Post by Klaus Dahlwitz
Kl-"meine Großeltern haben 14/18 miterlebt"-aus
18 noch nicht. ;-)
Doch - meine Großmütter *waren* Jahrgang 03.
Mit 14 schon Omas? Wow.
Noe; Oma wurden sie erst '54.

Kl-"beidseitig erster Enkel"-aus
--
Am 9.9. rollen hier die Steine
Quinn C
2017-08-23 14:59:14 UTC
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Raw Message
Post by Markus Ermert
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Detlef Meißner
Post by Klaus Dahlwitz
Kl-"meine Großeltern haben 14/18 miterlebt"-aus
18 noch nicht. ;-)
Doch - meine Großmütter *waren* Jahrgang 03.
Mit 14 schon Omas? Wow.
Und wann ist die Bundeskanzlerin geboren?

Deiner Ansicht nach nie, offenbar.
--
gugelfranz, m., spöttische bezeichnung eines mönchs
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Klaus Dahlwitz
2017-08-23 15:04:35 UTC
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Post by Quinn C
Und wann ist die Bundeskanzlerin geboren?
Unziemlich genau ein halbes Jahr nach mir.

Klaus
--
Am 9.9. rollen hier die Steine
Quinn C
2017-08-23 16:34:39 UTC
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Raw Message
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Quinn C
Und wann ist die Bundeskanzlerin geboren?
Unziemlich genau ein halbes Jahr nach mir.
Ist das dasselbe wie "ziemlich ungenau"?
--
Ice hockey is a form of disorderly conduct
in which the score is kept.
-- Doug Larson
U***@web.de
2017-08-24 07:54:05 UTC
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Moin,
Post by Quinn C
Post by Klaus Dahlwitz
Unziemlich genau ein halbes Jahr nach mir.
Ist das dasselbe wie "ziemlich ungenau"?
Eigentlich wäre es eine sozial inadäquate
Hypergenauigkeit.

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2017-08-23 15:06:18 UTC
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Post by Quinn C
Post by Markus Ermert
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Detlef Meißner
Post by Klaus Dahlwitz
Kl-"meine Großeltern haben 14/18 miterlebt"-aus
18 noch nicht. ;-)
Doch - meine Großmütter *waren* Jahrgang 03.
Mit 14 schon Omas? Wow.
Und wann ist die Bundeskanzlerin geboren?
Deiner Ansicht nach nie, offenbar.
Was, sie gibt es gar nicht?

Detlef
Quinn C
2017-08-23 16:34:39 UTC
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Raw Message
Post by Detlef Meißner
Post by Quinn C
Post by Markus Ermert
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Detlef Meißner
Post by Klaus Dahlwitz
Kl-"meine Großeltern haben 14/18 miterlebt"-aus
18 noch nicht. ;-)
Doch - meine Großmütter *waren* Jahrgang 03.
Mit 14 schon Omas? Wow.
Und wann ist die Bundeskanzlerin geboren?
Deiner Ansicht nach nie, offenbar.
Was, sie gibt es gar nicht?
Lewis Carroll hat das mal umgedreht aufs Korn genommen:

- Sie sind ein geborener Redner!
- Und wenn schon! Die meisten Redner sind geboren.
--
GOGELN, vb., flattern, sich (schwankend) hin und her bewegen,
gaukelei treiben, gesticulari. zur herkunft vgl. gogel, adj., und
gaukeln, vb.; in fast allen mundarten verbreitet, literarisch bis
ins 17. jh. bezeugt; s. auch gugeln und gageln.
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
Detlef Meißner
2017-08-23 15:04:40 UTC
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Post by Markus Ermert
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Detlef Meißner
Post by Klaus Dahlwitz
Kl-"meine Großeltern haben 14/18 miterlebt"-aus
18 noch nicht. ;-)
Doch - meine Großmütter *waren* Jahrgang 03.
Mit 14 schon Omas? Wow.
Aber wie alt ist er dann?

Detlef
Ralf Joerres
2017-08-23 21:35:19 UTC
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Post by Klaus Dahlwitz
Post by Detlef Meißner
Post by Klaus Dahlwitz
Post by Stefan Schmitz
Wenn die Zahl der Menschen, die schon im letzten Jahrhundert gelebt haben,
genügend klein ist, wird man wohl wie damals nur noch die letzten beiden
Ziffern sprechen.
Ich, Baujahr 54, spreche und schreibe im allgemeinen nur die letzten
beiden Ziffern; nur bei zu erwartenden Mißverständnissen ergänze ich das
Jahrhundert.
Kl-"meine Großeltern haben 14/18 miterlebt"-aus
18 noch nicht. ;-)
Doch - meine Großmütter *waren* Jahrgang 03.
Post by Detlef Meißner
Detlef,
70/71 erlebt habend
Das dürfte für die überwiegende Mehrheit der hiesigen Poster zutreffen.
Frage nebenbei: Ist die 'überwiegende' dasselbe wie die 'absolute Mehrheit'?

Gruß Ralf Joerres
Sergio Gatti
2017-08-24 07:07:54 UTC
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Post by Ralf Joerres
Frage nebenbei: Ist die 'überwiegende' dasselbe wie die 'absolute Mehrheit'?
Nein, MUSEN.
Nehmen wir eine Gruppe von hundert Menschen.
Absolute Mehrheit: zwischen 51 und 100, wahrscheinlich
zwischen 51 und 60.
Überwiegende Mehrheit: MUSEN mehr als 80 Menschen, aber ich
habe kein Problem, wenn andere meinen, dass schon mehr als
70 Menschen eine überwiegende Mehrheit bilden. Vielleicht
sogar mehr als 66, wenn es darum geht, dass man eine
2/3-Mehrheit braucht.
Jakob Achterndiek
2017-08-24 08:12:03 UTC
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Post by Sergio Gatti
Post by Ralf Joerres
Frage nebenbei: Ist die 'überwiegende' dasselbe wie die 'absolute Mehrheit'?
Nein, MUSEN.
[..]
Die Begriffe "einfache" und "absolute" Mehrheit sind im öffentlichen
Leben so definiert: "einfach" = mehr als die Hälfte; "absolut" = 2/3
der Gesamtheit oder mehr.

"Überwiegende Mehrheit" ist (unter der Voraussetzung, daß alle Stimmen
"gleiches Gesicht" haben) eine bloße Tautologie. Solange das Attribut
keine Zusatzinformation bekommt wie etwa "knapp" oder "deutlich", ist
es in rational kontrollierten Sätzen überflüssig.
--
j/\a
U***@web.de
2017-08-24 08:27:50 UTC
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Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Die Begriffe "einfache" und "absolute" Mehrheit sind im öffentlichen
Leben so definiert: "einfach" = mehr als die Hälfte; "absolut" = 2/3
der Gesamtheit oder mehr.
Das ist gröblicher Unfug, was Du gerade schriebst.
Jakob Achterndiek
2017-08-24 08:42:01 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Jakob Achterndiek
Die Begriffe "einfache" und "absolute" Mehrheit sind im öffentlichen
Leben so definiert: "einfach" = mehr als die Hälfte; "absolut" = 2/3
der Gesamtheit oder mehr.
Das ist gröblicher Unfug, was Du gerade schriebst.
Nun, dann warte ich jetzt gespannt auf deinen feinlichen Fug.
--
j/\a
Manfred Hoß
2017-08-24 08:47:18 UTC
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Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Post by U***@web.de
Post by Jakob Achterndiek
Die Begriffe "einfache" und "absolute" Mehrheit sind im öffentlichen
Leben so definiert: "einfach" = mehr als die Hälfte; "absolut" = 2/3
der Gesamtheit oder mehr.
Das ist gröblicher Unfug, was Du gerade schriebst.
Nun, dann warte ich jetzt gespannt auf deinen feinlichen Fug.
100 Mitglieder eines Vereins stimmen darüber ab, wer der neue Vorsitzende
wird. Es gibt drei Kandidaten: A, B und C. Für A stimmen 40 Mitglieder, für
B 35, für C 25. Die einfache Mehrheit hat sich für A entschieden. Hätten 51
oder mehr Mitglieder für A gestimmt, wäre es sogar die absolute Mehrheit
gewesen.

Gruß
Manfred.
Jakob Achterndiek
2017-08-24 11:15:46 UTC
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Raw Message
Post by Manfred Hoß
Post by Jakob Achterndiek
Nun, dann warte ich jetzt gespannt auf deinen feinlichen Fug.
100 Mitglieder eines Vereins stimmen darüber ab, wer der neue Vorsitzende
wird. Es gibt drei Kandidaten: A, B und C. Für A stimmen 40 Mitglieder, für
B 35, für C 25. Die einfache Mehrheit hat sich für A entschieden. Hätten 51
oder mehr Mitglieder für A gestimmt, wäre es sogar die absolute Mehrheit
gewesen.
Stimmt, diesen Fall hatte ich nicht im Sinn. :(
Meine Ausrede: Das passiert nach meiner Erfahrung auch nur
noch selten. Meistens hat man zwischen 2 Möglichkeiten oder
höchstens 2 Kandidaten zu wählen. (Oft sogar nur zwischen
1 Kandidaten ja oder nein. Da wird dann, wie früher beim
Politbüro der DDR, alles unter 98% zum Mißtrauensbeweis.)
--
j/\a
Manfred Hoß
2017-08-24 12:13:05 UTC
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Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Post by Manfred Hoß
Post by Jakob Achterndiek
Nun, dann warte ich jetzt gespannt auf deinen feinlichen Fug.
100 Mitglieder eines Vereins stimmen darüber ab, wer der neue Vorsitzende
wird. Es gibt drei Kandidaten: A, B und C. Für A stimmen 40 Mitglieder, für
B 35, für C 25. Die einfache Mehrheit hat sich für A entschieden. Hätten 51
oder mehr Mitglieder für A gestimmt, wäre es sogar die absolute Mehrheit
gewesen.
Stimmt, diesen Fall hatte ich nicht im Sinn. :(
Meine Ausrede: Das passiert nach meiner Erfahrung auch nur
noch selten. Meistens hat man zwischen 2 Möglichkeiten oder
höchstens 2 Kandidaten zu wählen. (Oft sogar nur zwischen
1 Kandidaten ja oder nein. Da wird dann, wie früher beim
Politbüro der DDR, alles unter 98% zum Mißtrauensbeweis.)
Eine einfache Mehrheit kann es auch bei zwei Kandidaten geben. Falls in
meinem obigen Beispiel 25 Vereinsmitglieder weder A noch B wählen möchten,
so können sie sich der Stimme enthalten. Dann hat A mit seinen 40 Stimmen
noch immer die einfache Mehrheit.

Gruß
Manfred.
Jakob Achterndiek
2017-08-24 12:30:39 UTC
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[..]
Stimmt, [..]
Eine einfache Mehrheit kann es auch bei zwei Kandidaten geben. [..]
Stimmt auch. Ich sehe schon: Da helfen keine Ausreden. Und der
Gesetzgeber tut gut daran, das immer schön pingelig zu erklären,
z.B.: "Den höchsten Anteil aller abgegebenen gültigen Stimmen ...".
--
j/\a
Quinn C
2017-08-24 13:14:53 UTC
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Post by Manfred Hoß
Post by Jakob Achterndiek
Post by U***@web.de
Post by Jakob Achterndiek
Die Begriffe "einfache" und "absolute" Mehrheit sind im öffentlichen
Leben so definiert: "einfach" = mehr als die Hälfte; "absolut" = 2/3
der Gesamtheit oder mehr.
Das ist gröblicher Unfug, was Du gerade schriebst.
Nun, dann warte ich jetzt gespannt auf deinen feinlichen Fug.
100 Mitglieder eines Vereins stimmen darüber ab, wer der neue Vorsitzende
wird. Es gibt drei Kandidaten: A, B und C. Für A stimmen 40 Mitglieder, für
B 35, für C 25. Die einfache Mehrheit hat sich für A entschieden. Hätten 51
oder mehr Mitglieder für A gestimmt, wäre es sogar die absolute Mehrheit
gewesen.
Und die Ausdrücke "einfache" und "absolute" Mehrheit werden bei
Wahlen und Abstimmungen benutzt; "überwiegende Mehrheit" ist da
fehl am Platz. Wenn im täglichen Leben über die Verbreitung von
irgendwas spekuliert wird, ohne daß eine Auszählung stattfindet,
paßt hingegen "überwiegende", die anderen beiden aber nicht.
--
die pfaffen mit ihren platten,
die münch mit ihren gugeln schon
bergreihen 26 ndr.
Roland Franzius
2017-08-24 09:59:51 UTC
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Raw Message
Post by Jakob Achterndiek
Post by Sergio Gatti
Post by Ralf Joerres
Frage nebenbei: Ist die 'überwiegende' dasselbe wie die 'absolute Mehrheit'?
Nein, MUSEN.
[..]
Die Begriffe "einfache" und "absolute" Mehrheit sind im öffentlichen
Leben so definiert: "einfach" = mehr als die Hälfte; "absolut" = 2/3
der Gesamtheit oder mehr.
"Überwiegende Mehrheit" ist (unter der Voraussetzung, daß alle Stimmen
"gleiches Gesicht" haben) eine bloße Tautologie. Solange das Attribut
keine Zusatzinformation bekommt wie etwa "knapp" oder "deutlich", ist
es in rational kontrollierten Sätzen überflüssig.
Überwiegend heißt einfach, dass die Differenz zwischen Mehrheit und
Minderheit außerhalb des Wägebereichs liegt und der Waagebalken
aufschlägt. Dann weiß der Kartoffelbauer sogleich, dass die Wahl in
trockenen Tüchern ist.

Beim Nachzählen mit seinen berühmten Fehlerquellen - wenn in Ländern mit
N oder U, Niedersachsen, Nigeria, Niederlande USA, gezählt wird -
bedeutet es dass die Zählfehler bei n Stimmen, die nach dem
niedersächsischen Fehlervorortplanzungsgesetz ~ q sqrt(n) wachsen,
kleiner sind als als das dreifache der Differenz von
Mehrheit-Minderheit. Dabei ist q der Qualtiätsfaktor. Qualtitätsfaktor
q=1 bedeutet, dass man mit Wahrscheinlichkeit 1/2 jede Stimme falsch
oder richtig zählt und völlig regellos.

Beim Zählen von Zehn Stimmmen für eine Partei 10 ist der typische Fehler
3, die Überwiegende Mehrheit bei 20 Stimmen also ca 19.

Bei 100 Stimmen für die Mehrheitspartei Partei ist der typische Fehler
10, die Überwiegende Mehrheit von 200 also 130.

Bei 1 mio gezählter Stimmen für die linke Hälfte liegt die überwiegende
Mehrheit für Auszähler mit Schimpansenqualifikation dann so bei 1.003.000.

So einfache Sachen lernt man doch hier in Niedersächsischen Grundschulen
als Wahlhelfer.

Die erstaunlichste mathematische Tatsache der postmodernen Demokratie
liegt darin, dass in der Tat Wahlen mit 40 Mio abgegebenen Stimmen mit
Mehrheiten von 20000, bei der Trump-Wahl mit 70000 Stimmen bei etw 150
Mio entschieden werden.

Dies spricht allerdings weniger gegen die Auszähler, sondern dafür, dass
die Entscheidung im individuellen Wählerkopf per Zufall 50:50 getroffen
wird und die Prätendenten alles tun, damit die Unentschiedenheit des
Wählers durch ihr Auftreten um keinen Preis reduziert wird
--
Roland Franzius
Christina Kunze
2017-08-24 13:04:14 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Post by Sergio Gatti
Post by Ralf Joerres
Frage nebenbei: Ist die 'überwiegende' dasselbe wie die 'absolute Mehrheit'?
Nein, MUSEN.
[..]
Die Begriffe "einfache" und "absolute" Mehrheit sind im öffentlichen
Leben so definiert: "einfach" = mehr als die Hälfte; "absolut" = 2/3
der Gesamtheit oder mehr.
Wie kommst Du denn darauf? Die Mehrheit ist absolut, wenn es mehr als
die Hälfte ist.

chr
Jakob Achterndiek
2017-08-24 14:59:45 UTC
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Post by Christina Kunze
Post by Jakob Achterndiek
Die Begriffe "einfache" und "absolute" Mehrheit sind im öffentlichen
Leben so definiert: "einfach" = mehr als die Hälfte; "absolut" = 2/3
der Gesamtheit oder mehr.
Wie kommst Du denn darauf? Die Mehrheit ist absolut, wenn es mehr als
die Hälfte ist.
Ich war wohl verwirrt. :(

Zur Entwirrung ein bißchen Literatur:
Die Mehrheit?
Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn,
Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen.
Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt,
Um Brot und Stiefel seine Stimm verkaufen.
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.
Sapieha in Schiller: Demetrius
--
j/\a
Diedrich Ehlerding
2017-08-24 16:06:49 UTC
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Post by Jakob Achterndiek
Die Begriffe "einfache" und "absolute" Mehrheit sind im öffentlichen
Leben so definiert: "einfach" = mehr als die Hälfte; "absolut" = 2/3
der Gesamtheit oder mehr.
MUSEN ist das anders, jedenfalls in dem Kontext, in dem man von Mehrheiten
redet - dem Kontext "Parlament". Da kenne ich das so:

- "einfache Mehrheit" heißt: mehr Ja- als Nein-Stimmen, egal wieviele
Abgeordnete bei der Abstimmung da waren (wenns nur um Ja oder Nein geht),
oder auch , insbesondere bei Wahlen mit mehreren Kandidaten, "höchste
Stimmenzahl aller Kandidaten" (aber eben nicht mehr als die Hälfte aller
abgegebenen stimmen).

- "absolute Mehrheit": mehr als die Häfte aller Abgeordneten.

Hat also das Parlament 600 Abgeordnete, kann eine Abstimmung über ein
Gesetz mit einfacher Mehrheit 101:100 ausgegangen sein (und 399
Abgeordnete waren nicht da); für eine absolute Mehrheit müssten es
Post by Jakob Achterndiek
= 301 Ja-Stimmen gewesen sein. Und wenn es im Oktober nicht zu einer
Koalition kommt und jede Partei einen Kandidaten für das Kanzleramt
aufstellt, aber keiner die absolute Mehrheit (also 301 Stimmen) bekommt,
etwa Frau Merkel 250 stimmen, Herr Schulz 152 stimmen, und Frau
Wagenknecht, Herr Özdemir und Frau Petry je 66 Stimmen erhalten, dann ist
im dritten Wahlgang Frau Merkel mit einfacher Mehrheit gewählt.

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Klaus Dahlwitz
2017-08-24 11:27:50 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Joerres
Frage nebenbei: Ist die 'überwiegende' dasselbe wie die 'absolute Mehrheit'?
Noe; noch'n büschen mehr.

Klaus
--
Am 9.9. rollen hier die Steine
Roland Franzius
2017-08-22 05:29:57 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
nach 'neunzehnsonstwieviel' und 'zwanzigzwölf' hört
man jetzt vermehrt "zweisiebzehn"
zur Bezeichnung des laufenden Jahres.
Kann dieser Unsitte noch wirksam Einhalt geboten werden?
Gehörst du zu den Politaktivisten, die Einhalt gebieten lassen wollen?

Ginge als CSU/CDU Slogan:
"Der Entfernung von führenden Nullen aus ihren Dauerstellen muss Einhalt
geboten werden!"
--
Roland Franzius
Klaus Dahlwitz
2017-08-22 09:48:54 UTC
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Permalink
Raw Message
Post by Roland Franzius
"Der Entfernung von führenden Nullen aus ihren Dauerstellen muss Einhalt
geboten werden!"
Haben die nicht eine ganze Menge schwarze und führende Nullen?

Klaus
--
Am 9.9. rollen hier die Steine
U***@web.de
2017-08-22 14:39:27 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Roland Franzius
"Der Entfernung von führenden Nullen aus ihren Dauerstellen
Das machte hier die automatische Haltestellenansage
im Stadtbus. Es betraf "Stadion 05"...

Gruß, ULF
Steffen Buhr
2017-08-22 15:31:41 UTC
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Post by Roland Franzius
"Der Entfernung von führenden Nullen aus ihren Dauerstellen muss Einhalt
Führender Nullen?
Post by Roland Franzius
geboten werden!"
EKNW

sb
Heinz Lohmann
2017-08-22 13:02:50 UTC
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Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
nach 'neunzehnsonstwieviel' und 'zwanzigzwölf' hört
man jetzt vermehrt "zweisiebzehn"
zur Bezeichnung des laufenden Jahres.
Wirklich 2-17? Nicht 20-17?
Wo & wie oft hast du das gehört?
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Detlef Meißner
2017-08-22 13:16:36 UTC
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Raw Message
Post by Heinz Lohmann
Post by U***@web.de
nach 'neunzehnsonstwieviel' und 'zwanzigzwölf' hört
man jetzt vermehrt "zweisiebzehn"
zur Bezeichnung des laufenden Jahres.
Wirklich 2-17? Nicht 20-17?
Wo & wie oft hast du das gehört?
2-17 bzw. 2/17 würde ich als Februar 2017 verstehen.

Detlef
U***@web.de
2017-08-22 14:41:49 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Heinz Lohmann
Post by U***@web.de
nach 'neunzehnsonstwieviel' und 'zwanzigzwölf' hört
man jetzt vermehrt "zweisiebzehn"
zur Bezeichnung des laufenden Jahres.
Wirklich 2-17?
Ja doch!
Post by Heinz Lohmann
Nicht 20-17?
Das hört man zum Glück derzeit noch häufiger.
Noch.
Post by Heinz Lohmann
Wo & wie oft hast du das gehört?
Fernsehsendungen außerhalb der Hauptnachrichten.
Gefühlt fünfmal.

Gruß, ULF
Heinz Lohmann
2017-08-22 14:54:46 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Heinz Lohmann
Post by U***@web.de
nach 'neunzehnsonstwieviel' und 'zwanzigzwölf' hört
man jetzt vermehrt "zweisiebzehn"
zur Bezeichnung des laufenden Jahres.
Wirklich 2-17?
Ja doch!
Post by Heinz Lohmann
Nicht 20-17?
Das hört man zum Glück derzeit noch häufiger.
Noch.
Post by Heinz Lohmann
Wo & wie oft hast du das gehört?
Fernsehsendungen außerhalb der Hauptnachrichten.
Gefühlt fünfmal.
Poste mal einen Link mit Zeitangabe, wenn man es in der Mediathek
erwischen kann.
Ich bin echt neugierig.

Persönlich gebrauche ich 20-17 nicht, aber es ärgert mich auch nicht
groß. Die Tendenz geht eben in Richtung Verkürzung.

"In zwanzig-fünfzehn" statt "im Jahre zweitausendfünfzehn" spart nicht
nur Zeit, sondern gibt der eigenen Aussage auch etwas Akkurat-Knackiges!
--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Detlef Meißner
2017-08-22 16:07:35 UTC
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Post by Heinz Lohmann
Persönlich gebrauche ich 20-17 nicht, aber es ärgert mich auch nicht
groß. Die Tendenz geht eben in Richtung Verkürzung.
"In zwanzig-fünfzehn" statt "im Jahre zweitausendfünfzehn" spart nicht
nur Zeit, sondern gibt der eigenen Aussage auch etwas Akkurat-Knackiges!
Aber wenig Musikalisches!
"In the Year 2525".

Detlef
Markus Ermert
2017-08-23 04:35:47 UTC
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Post by Detlef Meißner
Aber wenig Musikalisches!
"In the Year 2525".
Deswegen singen und dichten Franzosen am Ende von Jahrhunderten äußerst
ungern von Jahreszahlen.
Quinn C
2017-08-23 16:34:39 UTC
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Post by Markus Ermert
Post by Detlef Meißner
Aber wenig Musikalisches!
"In the Year 2525".
Deswegen singen und dichten Franzosen am Ende von Jahrhunderten äußerst
ungern von Jahreszahlen.
Anders als die Deutschen des Fin de Siecle?
--
gugelfechten, vb., sich närrisch aufführen, narren, fantasieren,
gauglen und gugelfechten ZWENGEL formularbuch (1568) 39b. --
GRIMM, Deutsches Wörterbuch
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